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An(ge)dacht
 

Monatsspruch Dezember

Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut.

Matthäus 2,10

Öffnungszeiten der Kanzlei

Dienstags 10-12°°
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Donnerstags 10-12°°
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Sprechzeit von Pfarrer Tobias Sommer

dienstags 16°° - 18°°
oder jederzeit nach Terminabsprache

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An(ge)dacht

Türen auf!                                                                       von Tobias Sommer
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Als der kleinwüchsige Mann an diesem Morgen seine Haustür hinter sich schloss, ahnte er noch nicht, dass durch sie bald Gottes Sohn in sein Haus treten würde. Seine Tür öffnete er sowieso nicht gerne. Ein abwegiger Gedanke also, einem Fremden Eintritt zu gewähren. Keiner weiß, weshalb der kleine Mann so misstrauisch geworden war. Für ihn aber war klar: keiner meint es gut mit ihm. Die einen wollen sein Geld rauben, die anderen sich beschweren über seinen Zollwucher und wieder andere sich einfach nur lustig machen über ihn. Er hat es nicht gewollt, aber er ist zum Ausgegrenzten seines Ortes geworden. Er steht jeden Tag am offenen Stadttor und nimmt Zoll ein auf die eingeführten Waren. Nirgends aber findet er eine offene Tür für sich. „Selbst schuld!“, rufen die einen. „Mir doch egal!“, die anderen. Zachäus ist eine der bekanntesten biblischen Figuren. Wie er auf einen Baum steigt, um Jesus zu sehen, von ihm heruntergebeten und als Einziger direkt angesprochen wird, das imponiert nicht nur kleinen Kindern. Das geht auch uns ans Herz. Warum? Weil auch wir uns manchmal klein und übersehen fühlen, und uns wünschen, dass uns jemand aus unserer Isolation herausruft. Jesus ruft Zachäus und geht mit ihm. „Ich will bei dir einkehren, in dein Haus!“, sagt Jesus. Und Zachäus der Misstrauische und Ausgegrenzte öffnet seine Tür. Türen öffnen, so könnte man fast denken, sind Jesu Spezialgebiet. Noch vor seiner Geburt müssen seine Eltern von Tür zu Tür ziehen, um Einlass betteln. Großes Misstrauen erfahren sie dabei. Es wird später zu Jesu Lebensaufgabe werden, fest verschlossene Türen zu öffnen, wenn er auf Menschen zugeht, die keiner sonst sieht und sie dadurch heilt. Wenn er vom Reich Gottes erzählt und damit auch die dunkelsten Herzen erreicht.
Bald feiern wir Weihnachten. Im Winter ist es zwar wichtig, die Türen zuzuhalten wegen der Kälte. Aber hilft eine warme Stube wirklich gegen die Kälte unserer Herzen? Das Misstrauen, die Einsamkeit, der Spott. „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit. Es kommt der Herr der Herrlichkeit.“ Gott steht auch in diesem Jahr vor unserer Tür und fragt: Hast du noch einen Platz für mich? Nicht muss ich mein Leben ändern, alles sauber machen, damit ich IHN einlassen kann. Jesus ändert mein Leben, räumt es auf und bringt Wärme hinein, wenn ich ihn hereinlasse. Also: Türen auf !

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